Юные журналисты Молодежного театрального фестиваля «Немецкий язык на сцене» взяли интервью у одного из организаторов фестиваля, модератора творческого процесса, художественного руководителя Немецкого театра Наташи Дубс

Интервью Даши К., Арины М. и Дарьи С.

Interviewerin: Das Theaterfestival für Jugendliche „Deutsch auf der Bühne“ geht bereits in die sechste Runde. Wie ist die erste Erfahrung im Online-Format? Haben sich Ihre Erwartungen erfüllt?

Natalya: Auf jeden Fall. Es scheint sogar so zu sein, dass dieses Format Jugendliche vielleicht noch besser vereint. Da können sie ihre Kreativität offensichtlich noch besser entfalten. Sie vermitteln und formen ihre Ideen ja über eine völlig fremde Sprache. Ich denke, dass sich das Thema des Festivals und das Format sehr gut ergänzen, heute kann man ja nur mit modernen Mitteln von sich erzählen. jetzt haben wir schon vier Stücke gesehen und ich bin sehr zufrieden mit damit, wie alles läuft.

Interviewerin: Wie lange haben Sie für die Vorbereitung und Organisation gebraucht?

Natalya: Eigentlich nicht so lange. Wir haben zwei Wochen mit den Schauspielern des Deutschen Theaters Almaty gearbeitet und überlegt, wie man es anstellt, dass das Festival einen guten Rhythmus bekommt und die Jugendlichen so viel Neues wie möglich lernen. Dazu haben wir uns in Gruppen aufgeteilt und jeder Schauspieler hat seine eigene Auswahl an Übungen entwickelt. Lange hat es daher nicht gedauert.

Interviewerin: Wie hat sich das Festival entwickelt?

Natalya: Die Geschichte des Theaterfestivals ist sehr einfach. Vor sechs Jahren kam das Goethe-Institut Kasachstan auf die Idee, ein solches Festival zu schaffen. Dabei haben sie sich vom Goethe Institut Russland inspirieren lassen, wo schon seit vielen Jahren ein Theaterfestival stattfindet. Unsere beiden ersten Veranstaltungen fanden auf der Bühne des deutschen Theaters in Almaty statt, die Gewinner konnten beim ersten Mal an einem Theaterfestival in Deutschland teilnehmen, beim zweiten Mal in Sankt Petersburg. Dann kam das Goethe-Institut auf die Idee, dass es schön wäre, sich speziell auf die Schüler zu konzentrieren, die Deutsch an Schulen lernen. In einem Theaterstück zu spielen ist wichtig für das Bewusstmachen der Sprache als etwas Ganzheitliches und um zu verstehen, dass das Deutsche keine abstrakte Sprache ist, sondern auch ein Ausdrucksmittel. Gerade das Theater erlaubt es, solche Empfindungen zu erleben. Es hilft dabei zu realisieren, dass Deutsch eine sehr lebendige Sprache ist, in der sich sehr lebendig Gefühle ausdrücken lassen. Wir als deutsches Theater freuen uns sehr, dass dieses Festival schon so viele Jahre bei uns hier in Kasachstan existiert. Das heutige Format ist eine Bestätigung für seine Relevanz. Das ist die Hauptsache.

Interviewerin: Dies ist ein ziemlich ressourcenintensives Projekt. Haben Sie Sponsoren?

Natalya: Organisator dieses Projekts ist das Goethe-Institut, daher wird die gesamte Finanzierung durch das Goethe-Institut übernommen.

Interviewerin: Was fiel Ihnen bei der Organisation des Festivals am schwierigsten? Wie schwierig war es, online zu gehen?

Natalya: Wie gesagt, wenn man die Bedingungen versteht, passt man sich natürlich an sie an. Man wählt den Inhalt und die Methoden, mit denen Material am besten rüberzubringen ist und überlegt sich genau, welche Art von Material man wählen sollte. Wenn wir verstehen, was wir wollen, wird alles klappen. Es war nicht schwer für uns.

Interviewerin: Welche Veränderungen in der Entwicklung des Festivals haben sich vom Ausgangspunkt bis zum gegenwärtigen Moment ergeben?

Natalya: Das einzige, was sich jedes Jahr ändert, sind die Teilnehmer. Jedes Jahr nehmen mehr junge Leute und auch neue Gäste teil. Das ist sehr gut, denn immer mehr Kinder und Schüler kommen so zum Festival.

Interviewerin: Das Motto des 6. Festivals lautet «Generation Z & Corona: Was bedeutet es, ein junger Mensch im Jahr 2020 zu sein?» Wie würden Sie diese Frage beantworten?

Natalya: Ich möchte hoffen, dass die meisten jungen Menschen in dieser Zeit ihres Lebens neue Informationen für ihre eigene Entwicklung suchen und ihr Wissen über sich selbst erweitern. Ich hoffe, dass das Bedürfnis danach zu verstehen, was in der Welt passiert und danach sich selbst zu finden, wächst. Weltweit haben Kulturschaffende und Entscheidungsträger eigene Vorstellungen für Projekte mit freiem Zugang entwickelt. Ich denke, dass die Jugendlichen dadurch eine Perspektive und etwas finden, wonach sie sich richten können.

Interviewerin: An welche Theaterproduktion erinnern Sie sich am meisten?

Natalya: Wir haben uns etwa 50 Projekte angeschaut, es ist sehr schwer, eins zu wählen, weil sehr viele talentierte Teams aufgetreten sind. Das einzige, was ich sagen kann, ist, dass dieses Festival immer jünger wird. Während die Teilnehmenden beim ersten Festival erfahrene Schauspieler und Studierende waren, nehmen jetzt immer mehr junge Leute teil.

Interviewerin: Erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen mit dem Theater.

Natalya: Ich bin ausgebildete Schauspielerin und stehe seit 1995 auf der Theaterbühne, wo ich an Auftritten verschiedener Regisseure teilnehme. Während meiner Arbeit im Theater habe ich mich in mehr als 30 Rollen hineinversetzt.

Interviewerin: Wir haben uns letztes Jahr bereits gesehen, wir waren da Schauspieler. Jetzt sind wir Journalisten. Auch Sie sehen sicherlich jedes Jahr viele bekannte Gesichter. Warum kommen die Teilnehmenden Jahr für Jahr hierher zurück?

Natalya: Es ist wie eine Sucht, wie ein Computerspiel oder ein Buch. Die Teilnahme gibt einem ein Gefühl der eigenen Vollständigkeit und Bedeutung und entfaltet unbeschreibliche Emotionen in einem selbst.

Interviewerin: Vielen Dank für das spannende Gespräch!